Pfarrei St. Matthias Schwalmtal

Unsere „englische Gemeinde“

Englische Flagge
Englische Flagge
Mi, 13. Mär 2019
Hermann-Josef Crynen

Schön, dass es Euch gibt!
Seid knapp 4 Jahren haben sie hier ein neues zu Hause gefunden, die Mitglieder der kleinen englischsprachigen katholischen Gemeinde, die 2015 nach dem Weggang der englischen Soldaten aus den Javelin Barracks in Elmpt kirchlich gesehen ein Stück
heimatlos geworden waren. Ihre Kirche wurde - wie alle Gebäude dort - geschlossen.

Schon viele Jahre zuvor gab es eine gute Verbindung zur Gemeinde Mariä
Himmelfahrt, und so entstand die Idee, in der kleinen Wochentagskapelle der
Kirche an der Waldnieler Heide all denen, die nicht nach England zurück gingen,
eine neue Möglichkeit zu bieten, sich zu treffen, Gottesdienste in englischer
Sprache zu feiern und eben ein neues „zu Hause“ zu finden.
Die kleine Gemeinde besteht aus nicht mehr als 15 Personen, aber sie sind
so stark, in manchen Bereichen vielleicht sogar stärker als eine große Gemeinde.
Man merkt auf eine bewundernswerte Weise, wie groß das Zusammengehörigkeitsgefühl
ist.
Die meisten kommen nicht aus Schwalmtal. Sie wohnen in Mönchengladbach,
Wegberg, Neuss, in Niederkrüchten, Brüggen, Düsseldorf und Aachen.
Und ursprünglich sind sie auch nicht alle aus Großbritannien, sondern auch
aus: Südafrika, von den Seychellen und den Philippinen, aus Goa (Indien),
den Niederlanden, aus Portugal und auch aus Deutschland.
Sie sehen sich die ganze Woche über nicht, aber sind sich dennoch sehr nahe.
In der WhatsApp-Gruppe spürt man, wie sehr sie sich als Gemeinschaft
empfinden, wie wichtig sie sich gegenseitig sind.
Da wird kein Geburtstag ausgelassen, bei jeder Erkältung oder gar ernsteren
Krankheiten wird liebevoll füreinander gebetet.
Da werden Wünsche für die Fürbitten des kommenden Sonntags verschickt
und Verabredungen getroffen.
Auch die Hl. Messe am Sonntag, die zurzeit noch häufig gerne Fr. Josef auf
englisch hält, wird gemeinsam geplant. Dabei fühlen sich alle verantwortlich.
Der eine sucht die Lieder heraus, der andere schreibt die Fürbitten, wieder
andere übernehmen die Aufgaben des Küsters, des Kommunionhelfers und
des Lektors. Wenn kein Priester da ist, feiern sie einen Wortgottesdienst, der
gut vorbereitet und persönlich ist.
Sie sprechen alle auch deutsch, aber die englische Sprache verbindet sie
und gibt ihnen ein Gefühl von Heimat.
Im Anschluss an jeden Gottesdienst sind sie noch für ca. eine halbe Stunde
bei Kaffee und Tee unten im Raum der Gemeinde unter der Kirche zusammen.
Hier kommt immer wieder Selbstgebackenes auf den Tisch.
Die Gemeinde ist so klein und so stark, und es tut gut, zu sehen, wie groß die
Kraft des Glaubens ist, die sie zusammenhält.
Dabei sind sie selbstverständlich offen für alle, die dazukommen möchten:
Jeden Sonntag: 11.15 Uhr in St. Mariä Himmelfahrt...
Ela Kursawa