Drei-Generationen-Pilgern

Trier2019 (c) St. Matthias Trier
Trier2019
Datum:
Mo. 9. Nov. 2020
Von:
Barbara Winnertz-Ungerechts

Ursprünglich hatte ich vor, zusammen mit Marlies Fritsch auf den
Spuren der Familienwallfahrt von St. Thomas (Kyll) bis Trier zu gehen. Aber leider musste Marlies aus familiären Gründen passen.
Ich habe dann meinen Vater und meine Tochter dazu bewegen können, mich zu begleiten, und so ging es am Donnerstag, dem 15. Oktober,
mit dem Auto erstmal nach St. Thomas. Von dort aus zu Fuß weiter bis Kyllburg, zwischen Kyllburg und Bitburg-Erdorf nahmen wir die Bahn.
Ab Erdorf ging es dann wieder auf Schusters Rappen weiter bis
Speicher. Wir waren diese Strecke vor einigen Jahren schon ein paarmal, wie gesagt, mit der Familienwallfahrt gegangen. Unterwegs wurden wir natürlich ständig daran erinnert, Anekdoten und Erinnerungen wurden ausgetauscht, die Zeit verging wie im Fluge.
Gegen 16:00 Uhr erreichten wir in Speicher unsere erste Herberge, die „Casa de Peregrino“. Das Haus wird von Elli und Karl geführt und bietet Pilgern und Wanderern eine schöne Unterkunft, quasi mit Familienan-schluss. Elli hatte für uns mitgekocht und wir verbrachten einen netten Abend mit den beiden.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter, immer die Kyll entlang, bis nach Kordel. Die Strecke ist weitgehend flach, bietet aber immer wieder schöne Ausblicke auf das Kylltal und die das Tal begrenzenden Höhen.
Wir verbrachten in Kordel eine erholsame Nacht und machten uns am nächsten Morgen auf unsere letzte Strecke von Kordel nach Trier.
Wir folgten hier der letzten Etappe des Eifelsteigs, und vorbei am
Butzerbachtal, der Klausenhöhle, der Genovevahöhle und dem Eifelkreuz ging es bis nach Trier-Bieber. Von Bieber aus geht der Weg über die Mo-selhöhen bis zur Kaiser-Wilhelm-Brücke. Man hat stets eine wunderschöne Aussicht auf ganz Trier, das einem zu Füßen liegt und seine Sehenswür-digkeiten präsentiert.
Nach einem letzten Stück Wegs am Moselufer ent-lang erreichten wir St. Matthias mit dem Grab des Apostels, unserem Ziel. Nach dem Besuch des Grabs trafen wir auf dem Vorplatz alte Bekannte:
Pilgerbruder Athanasius, Abt Ignatius sowie die Mannschaft des Pilgerbüros. Erinnerungen an
vergangene Jahre kamen auf, es war ein schöner Ausklang. Wir suchten unser Hotel auf und am nächsten Morgen ging es dann zurück nach Hause.
Alles in allem hatten wir Glück: Das Wetter war zwar bedeckt, aber es regnete kein einziges Mal,
die Temperaturen waren ideal zum Wandern, wir lernten unterwegs nette Leute kennen und Corona war Gott sei Dank kein Thema. Es waren drei Tage ohne Hektik und
Zeitdruck. Und vielleicht klappt es ja ein anderes Mal mit Marlies.
Oktober 2020 Barbara Winnertz-Ungerechts

Trier2020 (c) Barbara Winnertz-Ungerechts