Pfarrbrief 10/19

Pfarrbrief 10
Pfarrbrief 10
Mi 30. Okt 2019
Hermann-Josef Crynen

… Spinnennetze
...wahre Wunderwerke der Natur!
Ihre Fäden sind - bezogen auf ihr Gewicht - 4-5 mal so stabil wie Stahl.
Gedehnt werden kann ein Faden um das Dreifache seiner Länge, ohne zu reißen.
Das sind Größen, vor denen wir Menschen mit all unserem Wissen nur staunen können.
Gerade jetzt im Herbst sind diese Kunstwerke häufig zu sehen,
besonders schön ist es, wenn sie mit Tautropfen benetzt sind.
Interessant ist dabei, dass die meisten Menschen Spinnennetzte schön finden, viele sich vor den „Erbauern“ aber ekeln.
So geht es mir leider auch. Eigentlich ist das unfair, aber das Problem lässt sich wohl nicht so leicht lösen…
Bleiben wir bei den faszinierenden Netzen.
Vielleicht sind diese mega-stabilen Leichtbauobjekte ein deutliches Zei-chen der Handschrift Gottes in unserer Welt.
Er zeigt darin sowohl seine geniale Schöpferkraft, als auch sein unauf-dringliches Angebot, ihn in der Natur zu entdecken und von ihr zu lernen.
Und hier geht es nicht nur um die künstliche Nachahmung von Spinnen-seide, die immer noch schwierig ist, sondern auch um die Aussage, die in der Form liegt: Zusammenhalt.
Erst in dem Zusammenspiel der einzelnen Fäden und ihren Verknüpfun-gen entsteht die Stärke und die Faszination…
Ela Kursawa