Habe ich etwas auf dem Kerbholz? Bußgottesdienst und Beichte in der Fastenzeit

Fr, 12. Apr 2019
Habe ich etwas auf dem Kerbholz? Bußgottesdienst und Beichte in der Fastenzeit

Manchmal sagen wir: „Der oder die hat ja mächtig was auf dem Kerbholz.“
Damit meinen wir: Da hat sich jemand etwas zu Schulden kommen
lassen.
Das Wort „Kerbholz“ stammt aus einer Zeit, in der ein Wirt im Gasthaus
für jeden seiner Stammgäste ein Holz hatte, in das er entsprechend der
Schulden seiner Kunden kleine Kerben hinein ritzte. Je mehr Schulden
man hatte, umso mehr hatte man auf dem Kerbholz.
Wie wäre das, wenn Gott im Himmel auch so Kerbhölzer für uns Menschen
hätte? Wenn mit jedem Fehler, den ich begehe, Gott eine Kerbe
in mein Kerbholz schlagen müsste? Ich glaube, er wäre ziemlich beschäftigt
und bräuchte wirklich die Weite unseres Weltalls, um unsere
immer länger werdenden Kerbhölzer unterzubringen. Und ans Bezahlen
möchte ich da gar nicht erst denken müssen. Ich bin heilfroh, dass Gott
beschlossen hat, anders mit unserer Schuld umzugehen. Ihm haben
zwei kleine Balken aus Holz gereicht. Aufgestellt vor fast 2000 Jahren
am Ortsrand von Jerusalem - da hing Jesus dran.
Ich lade Sie ein, in der Fastenzeit mit uns über das „Holz des Kreuzes“
nachzudenken. Am Freitag, dem 12.04.2019, feiern wir um 15.00 Uhr
in der Pfarrkirche St. Michael einen Bußgottesdienst zu diesem
Thema. Anschließend besteht die Möglichkeit zur persönlichen
Beichte.
Raphael Häckler, Pfr.