Pfarrei St. Matthias Schwalmtal

7. Woche Neue Wege beschreiten

balloon-1245886_640(1) (c) www.pixabay.com

Sei immer wieder bereit auch neue Wege zu gehen
Ostern steht vor der Tür. Es gibt bestimmt Ideen, Gedanken, Anregungen dieser
Fastenaktion, die mir gut getan und mich bereichert haben, die nun den Alltag
weiter begleiten werden.
Immer wieder neues ausprobieren, erkennen was gut tut, neue Wege gehen, die
manchmal vielleicht auch die alten Wege sind, das schafft Veränderung und
Erneuerung.
Es gibt ein chinesisches Sprichwort, welches das auf den Punkt bringt:
„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die
anderen Windmühlen.
So werden wir vielleicht auch Ostern in diesen Zeiten anders feiern, neue Wege
suchen und gehen. Aber die Zusage des Lebens, der Auferstehung bleibt.
Mit diesem Video wünsche ich uns allen gesegnete Ostern:
Das wünsch ich dir - Martin Buchholz (Official Lyric-Video)


https://www.youtube.com/watch?v=IIq3yRAIAGM

6. Woche Ökologisch Putzen

water-1761027_640 (c) Arek Soche www.pixabay.com

Wer mit Haushaltsmitteln putz, schadet weniger der Umwelt und
sich selbst und hat ein besseres Gefühl in den eigenen vier Wänden.
Die wichtigsten Hausmittel sind:
Essig (antibakteriell, löst Verschmutzungen und Verkrustungen),
Zitronensäure (reinigt, entkalkt), Natron (desinfizierend, löst Kalk
und Fett), Soda (verstärkt die Reinigungswirkung) und Kernseife
(reinigend) Bei fertigen Reinigern sollte man immer auf die biologische
Abbaubarkeit achten.
Mechanische Reinigunsmittel wirken oft Wunder:
Waschbare Lappen und Schwämme, Kupfertuch, Ökoschwämme,
Saugglocke und Spirale Kluges Putzen spart Zeit und Putzmittel:
Wenn Flecken und Schmutz sofort entfernt werden, benötigt man
viel weniger Anstrengung und Reinigungsmittel, als beim Großputz
im Frühjahr und Herbst.
Folgende Reiniger sind sehr schädlich und sollten nicht verwendet werden:
Dufsteine für die Toilette, Wäscheduft, Raumsprays, Backofensprays zum Reinigen.

Hier zwei hilfreiche Seiten für die Herstellung von Reinigungsmitteln durch Hausmittel:

https://www.smarticular.net/rezepte-fuer-allzweck-reiniger-putzen-ohne-chemische-keule/

https://www.gofeminin.de/wohnen/putzmittel-selber-machen-s4009242.html

Meditation
Das Wichtigste ist doch die Frage, wie rein ich in mir, meinem Herzen, meinen
Gedanken bin, denn all das beeinflusst mein Denken und Handeln. Welche
Gedanken und Gefühle möchte ich gerne noch wegwischen?
„Reinheit des Herzens ist, in Wahrheit eines zu wollen, und zwar das Gute,
das seinen Lohn in sich selber trägt.“ (Sören Aabye Kierkegaard)

5. Woche: Vegetarische Lebensmittel. Auf Fleisch verzichten schont die Umwelt

cock-2522623_640 (c) www.pixabay.com

Auf den ersten Blick hat vegetarische Ernährung vielleicht nicht viel
mit Müllfasten zu tun. Wenn wir aber mit Müllfasten einen nachhaltigen
Lebensstil meinen, dann schon. Alleine einmal in der Woche auf den
Verzehr von Fleisch zu verzichten,  spart viel CO2 Ausstoß. Spannend
ist hier der CO2 Rechner:

https://www.klimatarier.com/de/CO2_Rechner

Die Herstellung und Produktion tierischer Lebensmittel ist viel
enegieaufwändiger und verursacht bei weitem mehr CO2 als das
Wachstum von Obst und Gemüse.
Außerdem sind es auch häufig die tierischen Produkte, die mehr
Verpackung benötigen oder eher in Verpackungen angeboten werden.
Gleichzeitig beinhalten diese Gedanken auch das Thema Tierschutz.
Welches Fleisch kaufe ich? Lieber oft und billig oder Fleisch in Bioqualität
von einem Bauern vor Ort? Woher kommen meine anderen tierischen
Produkte?
Was kann ich direkt selber herstellen?

Meditation:

https://www.youtube.com/watch?v=xAkr4H1c2xE

Wann fühle ich mich im Einklang mit der Natur, erfahre mich als Teil einer
wunderbaren Schöpfung, umfasse alles mit Liebe?
„Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge! Wenn du alles
liebst, so wird sich dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren,
und du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen.“
Fjodor M. Dostojewski

4. Woche: Tauschen, Leihen, Verschenken oder Verkaufen

phone-booth-1624705_1280 (c) Bild von Bernswaelz auf Pixabay

Schmeiße nichts weg, was andere Menschen brauchen können.
Dinge, die ich nicht (mehr) mag kann ich verkaufen, verschenken, tauschen oder
verleihen anstatt sie in die Müll zu werfen. Das gilt für Kleidung, Schuhe, Möbel
Haushaltsgegenstände etc. Dinge herzustellen kostet Energie und
Wasserressourcen, sie nicht zu entsorgen sondern weiter zu nutzen bedeutet
somit auch umweltfreundlich zu handeln und Müll zu vermeiden.
Auch sollten Gebrauchsgegenstände genutzt werden, bis sie nicht mehr
verwendbar sind. Das spart Ressourcen und schont somit die Umwelt.
Foodsharing, d.h. Lebensmittel, die ich nicht brauche, zu verschenken ist auch
gut, anstatt sie vergammeln zu lassen

https://foodsharing.de/

Auf der Seite „Mundraub“ finde ich Obst, das kostenlos gepflückt werden darf.
Wenn ich Obst oder Gemüse in großen Mengen habe, kann ich dies anderen
zum Pflücken anbieten

https://mundraub.org/

oder an der Straße günstig verkaufen. Genauso
kann ich hier unverpacktes Obst kostengünstig selber pflücken.
Viele Dinge des Lebens lassen sich auch mit anderen teilen.

Meditation
Tauschen, Leihen, Schenken
Immer gebe ich etwas von mir jemandem, der es brauchen kann oder den es freut.
Im Christentum ist das Schenken etwas ganz Besonderes:
Gott schenkt sich immer wieder den Menschen.
Schenken - anderen etwas geben - macht glücklich, mich und den Beschenkten.
Was möchte ich diese Woche vielleicht verschenken (materielle und immateriell)?

3. Woche: Reparieren und Recyceln

decor-3688842_640 (c) Waed Goumani Pixabay

Dinge die sich reparieren lassen, sollten nicht weggeworfen werden.
Viele Dinge lassen sich leicht reparieren. Repair Cafes bieten hier Hilfe an.
Aus alten oder gefundenen Gegenständen und Materialien kann man nützliche
Dinge anfertigen oder sogar eigene Möbel und Einrichtungsgegenstände
bauen oder so verändern, dass sie wieder gefallen. Das macht Spaß und bringt
Individualität in die Wohnung. Im Internet finden sich viele DIY Ideen zum
wiederverwenden alter Gegenstände und Materialien:

Siehe Links unter Impuls 3. Woche (PDF)

Dies ist eine Auswahl Internetseiten, die mir und meiner Familie viele schöne
Ideen geliefert haben. Beim Recyceln und Upcyceln finde ich sehr wichtig, dass
ich Dinge nehme, die da sind und nicht viel kaufen muss, ehe ein Teil recycelt wird.

Meditation
„Kreativität bedeutet, aus zwanghaften Regeln auszubrechen, sich von seiner
Phantasie dirigieren zu lassen, um erstaunliche Symphonien zu erzielen.“ (Hedwig. M. Staffa)
Vielleicht lohnt es sich diese Woche, einmal darüber nachzudenken, wo
ich selber kreativ bin. Viel Freude beim kreativen Tun.

2. Woche: Keine Verschwendung von Ressourcen (Wasser)

plants-731166_640 (c) www.pixabay.com

Gehe achtsam mit Ressourcen um Lebensmittel sind kostbar, hier sollte
möglichst wenig weggeworfen werden. Das heißt natürlich auch, dass
ich versuche, passend einzukaufen und zu zuzubereiten sowie die Reste
zu verwerten oder einzufrieren.
https://www.youtube.com/watch? v=rp9H7O3aqOU
Auch mit Wasser und Energie sollte ich sorgsam umgehen. Die Energie- und
Wasserversorgung benötigt Ressourcen, die nicht unnötig verschwendet
werden sollten. Der bewusste Umgang mit Wasser und Gütern, die bei Ihrer
Herstellung viel Wasser benötigen, ist wichtig. Genauso wichtig ist die Frage,
wo meine Energie herkommt, welche Unternehmen ich damit unterstütze.
Bei der Beschäftigung mit dem Thema in den letzten Wochen bin ich so auch
auf die Seite
www.klimafasten.de
gestoßen, eine ökumenische Initiative. Hier findet man viele
Gedanken und Ideen sowie einige interessante Links.

Meditation
Welche immateriellen Ressourcen stärken mich und mein Leben? Aus welchen
spirituellen Quellen lebe ich?
Worte fallen mir ein: Glaube – Freunde – Tiere – Natur – Ruhe – Musik – Sport –
Familie – Hobbies – Berufungen - Leidenschaften – Freizeit – Gebet – Liebe
Was sind wichtige Quellen, und Ressourcen in meinem Leben?

1. Woche: Bewusstes Einkaufen und Vorsorgen

Impuls1 (c) www.pixabay.com Jasmin Sessler

Der Verzicht in der Fastenzeit soll mein Bewusstsein erweitern und
mich in meinem Leben voranbringen.
Schön, dass Sie sich mit auf den Weg machen, dass Sie versuchen wollen,
die Fastenzeit durch die Vermeidung von Müll und den Blick auf
Nachhaltigkeit zu durchleben.
Das Wissen um die tägliche Schädigung unserer Natur, die Belastung
unseres Klimas und das Wahrnehmen der großen Mengen Müll, die
täglich produziert werden, ist erschreckend.
Es gibt viele einfache Möglichkeiten, weniger Müll zu produzieren und unsere
Umwelt weniger zu belasten. Dafür sensibel zu sein, bewusster zu leben und
einzukaufen, bringt schon sehr viel. Außerdem macht es Freude, nachhaltig
und ohne Verpackung einzukaufen. Der Verzicht in der Fastenzeit kann somit
vielleicht mein Bewusstsein und meinen Blick auf Möglichkeiten, Fähigkeiten
und die Schönheit des Natürlichen weiten. Die Natur, die Schöpfung und mich
als Geschenk wahrzunehmen, mich verantwortlich und als Teil der Schöpfung
zu empfinden hat auch einen tief religiösen Aspekt.
Jede Woche werde ich ein Bild, einen meditativen Text und eine Anregung
zusenden. Gleichzeitig bitte ich um die Einsendung von Ideen und Gedanken
der Mitfastenden, die ich allen zukommen lassen und auf der Homepage
veröffentlichen werde.
Ich wünsche uns allen eine spannende Zeit mit vielen neuen Erfahrungen.
Schicken Sie mir Ihre Gedanken und Ideen. Das was gut klappt, schön ist,
Freude bereitet und bei der Vermeidung von Müll hilft. Aus Ihren Gedanken
und Ideen wird unser nächster Impuls zusammengestellt und an alle
Mitfastenden verteilt.
Liebe Grüße
Monika Sartingen-Ludwigs

Gedanke zum Thema Müllfasten

Müllfasten1 (c) www.pixabay.com

                                                     Kurt Marti über Weg
                                                    Wo kämen wir hin,
                                                    wenn alle sagten,
                                                    wo kämen wir hin,
                                                    und niemand ginge,
                                                    um einmal zu schauen,
                                                    wohin man käme,
                                                     wenn man ginge.
rosa loui, vierzg gedicht ir bärner umgangssprach, Luchterhand 1967

                                                    Originaltext: Wo chiemte mer hi
                                                    wenn alli seite
                                                    wo chiemte mer hi
                                                    und niemer giengti
                                                    fur einisch z'luege
                                                    wohi dass me chiem
                                                    we me gieng.
Heute beginnt die Fastenzeit, Aschermittwoch, wir machen uns auf den Weg,
bereiten uns in Gedanken vor. Wir sind auf dem Weg zum Osterfest,
zum Fest der Auferstehung.
Den ersten Impuls zum Thema Müllfasten versende ich am Freitag.
Aber ich wünsche allen auf diesem Weg einen guten Start in die Fastenzeit 2021.
Herzliche Grüße
Monika Sartingen-Ludwigs

Müllfasten

Die Vorstellung einmal in der Fastenzeit möglichst auf Müll zu verzichten, oder zumindest die Müllmenge zu reduzieren hat einen Reiz, eine Ästhetik und einen positiven Effekt für Mensch, Natur und Umwelt. Wie fühlt es sich an, bewusster einzukaufen und zu leben?
Wer möchte vielleicht neue Erfahrungen machen, sich austauschen und in der Fastenzeit möglichst auf Müll verzichten? Wer möchte vielleicht einfach nur mal sehen, wo es schön ist und leicht fällt Müll zu vermeiden? Ich würde gerne jeden Fastensonntag einen Impuls für die Internetseite schreiben und gleichzeitig an alle Personen und Familien versenden, die mitmachen. Hier würde ich eine Idee, einen Vorschlag, einen Gedanken aufgreifen. Den ersten Impuls gestalte ich alleine, danach sammle ich Gedanken, Ideen und Erfahrungen der Mitfastenden und verteile diese per Email.
Wer mitmachen möchte, sende mir bitte eine Email mit dem Betreff:
Müllfasten an: sartingen-ludwigs@online.de
Ich freue mich auf eine spannende Zeit mit vielen neuen Erfahrungen, auch für mich.
 
Herzliche Grüße
Monika Sartingen-Ludwigs