Pfarrei St. Matthias Schwalmtal

Pfarrer Häckler (c) St. Matthias Schwalmtal

Pastor Raphael Häckler

Niederstrasse 31
41366 Schwalmtal
Telefon: 02163 94540

Abschied nehmen ist nicht leicht.
Wir ziehen um: Nächsten Monat kommen irgendwann früh am Morgen die Möbelpacker. Unsere Möbel werden zerlegt, die Kisten auf den Wagen ge-packt und abends ist hoffentlich alles, was wir haben, in unserer Wohnung in Waldniel wieder aufgebaut und entladen. An diesem Tag werde ich zum letzten Mal von den Glocken der Nörvenicher Kirche geweckt. Und kurz darauf heißt es: Das letzte Mal die Tür zu machen.
Traurig ist das schon.
Abschied nehmen ist nicht leicht. Meine Mutter Marie-Louise und ich ver-lassen unsere Wohlfühlzone - den Ort, wo ich für 11 Jahre Pfarrer sein durfte. So viele Menschen haben wir hier kennen gelernt, waren in ihren Häusern zu Gast, durften wunderbare Feste mitfeiern. Hier kannten wir uns aus, und wussten, wo wir im Supermarkt auch den Zitronensaft sofort fin-den konnten. Ein Stück Heimat, in dem vieles selbstverständlich war. Wer weiß, wie es weitergeht, was kommt und wie es wird?
Während aller Abschieds-Vorbereitungen ist ein Satz aus der Bibel mir im-mer wieder durch den Sinn gegangen: „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen.“ (Ps. 37,5) Ich glaube, dass Gott alle unsere Wege mitgeht: unseren Umzug und auch alle Wege, die Sie so vor sich haben. Und ich vertraue darauf, dass Gott alle diese Wege zu einem guten Ziel führen will. Das habe ich auf meinem Lebensweg schließlich im-mer wieder so erfahren. Wie oft wusste ich nicht, was kommt und wie es werden soll, und am Ende hat es sich gut gefügt,
hat Gott es gut gefügt.
Jetzt führt der Weg mich woanders hin – zu Ihnen nach Schwalmtal! Und ich freue mich riesig darauf! Am 21.Oktober 2018 werde ich um 15.00 Uhr in der Kirche St. Michael Waldniel als Pfarrer der Pfarrei St. Matthias Schwalmtal eingeführt. Und ich wäre froh und dankbar, wenn Sie diesen Tag mit mir feiern würden. Denn Abschied nehmen ist nicht leicht. Aber es hilft, wenn man gut ankommen kann. Wenn man sich nicht alleine weiß.
Ich komme in eine Pfarrei hinein, die ich schon in den ersten Begegnungen als lebendig und bunt erfahren durfte. Eine Gemeinschaft, in der man lie-benswürdig miteinander lebt und in der ich gerne mit Ihnen allen leben möchte. Ich weiß: Pfarrer kann keiner sein nur aus eigenen Kräften. Er ist angewiesen auf Menschen, die ihm ihr Herz öffnen, die seine Ecken und Kanten ertragen und die mit ihm und für ihn beten. Darum bitte ich Sie heu-te vor allem anderen. Und dann bin zuversichtlich: alles andere wird sich finden. Selbst der Zitronensaft. Denn Gott wird´s wohlmachen.
Darauf vertraue ich!
Ihr Pfarrer Raphael Häckler

 

Mein bisheriger Lebenslauf
46 Jahre alt.
Sohn von Rolf und Marie-Louise Häckler und Bruder von Melanie Häckler-Brandt.
Aufgewachsen und beheimatet in Schevenhütte
1991 Abitur am Goethe-Gymnasium Stolberg
1991-1992 Wehrdienst in Koblenz
1992-1998 Studium der Theologie in Bonn und Münster
1998-1999 Pastorales Jahrespraktikum in St. Helena Rheindahlen
28.11.1999 Diakonenweihe und anschließend Einsatz
als Diakon in Aachen-Nord (Haaren, Verlautenheide)
23.09.2000 Priesterweihe durch Bischof Heinrich Mussinghoff.
2000-2004 Kaplan in der „Weggemeinschaft der Gangelter Gemeinden“ 2004-2007 Kaplan in der GdG Kall – Steinfeld
2007-2018 Pfarrer in der GdG Nörvenich-Vettweiß
Seit 2001 lebt meine Mutter Marie-Louise als meine Haushälterin bei mir.
Mein Vater Rolf ist am 18.12.1991 bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Meine Leidenschaft sind die Fotografie und das Wandern.
Beides übe ich am liebsten beim Urlaub in den Alpen aus.
Ich singe gerne und war in meiner Kindheit und Jugend begeisterter Fußballer.
Leider musste ich meine aktive Laufbahn nach einigen Verletzungen aufgeben.
Dennoch bin ich bis heute immer noch gerne als Zuschauer am Platz, wenn die Zeit es zulässt.
In den letzten Monaten habe ich eine Auszeit gemacht.
Doch nun freue ich mich, wenn es endlich losgeht und ich bei Ihnen in Schwalmtal sein darf!