Pfarrei St. Matthias Schwalmtal

Präventionsfachkraft

Prävention

In der gegenwärtigen Zeit wird die Öffentlichkeit in unserem Land und weltweit über vielfachen sexuellen Missbrauch an Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen durch Priester und andere kirchliche Personen sowie über vielfältigen geistlichen und sexuellen Missbrauch in kirchlichen oder seelsorgerischen Beziehungen in Kenntnis gesetzt.

Die Veröffentlichung der MHG-Studie im August 2018 hat uns nicht nur das unabsehbare Ausmaß der Verbrechen erschreckend vor Augen geführt, sondern auch die typisch katholischen Zusammenhänge bewusst gemacht, die Missbrauch begünstigten und seine dauerhafte Vertuschung ermöglichten.

Hinzu kamen in letzter Zeit empörende Nachrichten über geistlichen oder sexuellen Missbrauch auch an Ordensfrauen oder schwer wiegende Übergriffe in anderen seelsorglichen und geistlichen Beziehungen an nicht wenigen Stellen unserer Kirche in der ganzen Welt.

In Rom fand im Februar 2019 eine Konferenz der Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen mit Papst Franziskus statt. Dadurch wurde der Blick geweitet auf die Verhältnisse in allen Teilen der Welt- kirche. Viele Beobachter hatten sich konkretere Ergebnisse dieser Konferenz erwartet. Auch die Vertreterinnen und Vertreter der Opferverbände zeigten sich enttäuscht.

Dennoch kann man einen ersten Erfolg darin sehen, dass von allen Teilnehmern die klare Bereitschaft ausging, das Thema sexueller Missbrauch Minderjähriger in allen Kontinenten anzugehen. Niemand mehr kann das Problem negieren oder gar tabuisieren. Schritt für Schritt müssen auch auf der Ebene der Weltkirche gemeinsame Standards gegen sexuelle Gewalt erarbeitet werden.

Papst Franziskus hat genau das verlangt, und mit seinen konkreten Forderungen dürfen wir uns in der Pfarrei St. Matthias Schwalmtal bestätigt sehen in dem Weg, den wir in den letzten Monaten eingeschlagen haben und weiter entwickeln wollen.

Bei einer gemeinsamen Sitzung haben wir uns als Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Pastoralteam vorgenommenin unserer Pfarrei genau hinzusehen und alles zu tun, was wir tun können, um sexualisierte Gewalt in unseren Einrichtungen zu verhindern und eine Gegenkultur zu entwickeln, eine Kultur der Achtsamkeit und  des  genauen Hinschauens.

Ein wichtiger Baustein ist hier das „Institutionelle Schutzkonzept“ (ISK), welches eine Arbeitsgruppe rund um unsere Mitarbeiterinnen Frau Astrid Kròl und Frau Monika Paschmanns in den letzten Monaten erbarbeitet hat. Dieses ISK wurde am 13.März 2019 in einer gemeinsamen Sitzung von Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Pastoralteam mehrheitlich in Kraft gesetzt. Grundlage ist die Präventionsordnung des Bistums Aachen.

Diese sieht auch die Benennung einer Präventionsfachkraft vor. Die für unsere Pfarrei St. Matthias Schwalmtal zuständige Präventionsfachkraft ist seit dem 13.März 2019 Frau Astrid Kròl.

 Die Aufgaben der Präventionsfachkraft werden wie folgt beschrieben:

 

  • Sie kennt die Verfahrenswege bei Verdachtsmeldungen und kann Mitarbeitende und ehrenamtlich Tätige darüber informieren; im konkreten Verdachtsfall koordiniert sie die weiteren Schritte und Hilfen.

 

  • Sie fungiert als Ansprechpartner für Mitarbeitende sowie ehrenamtlich Tätige bei allen Fragen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt.

 

  • Sie benennt aus präventionspraktischer Perspektive Fort- und Weiterbildungsbedarf.

 

  • Sie ist Kontaktperson vor Ort für den Präventionsbeauftragten der Diözese Aachen.

 

Als Diplom Sozialarbeiterin und Leiterin unsererJugendfreizeiteinrichtung „Chilly“ in Amern, ist Frau Kròl mit diesem Aufgabenfeld fachlich bestens vertraut.

Wichtig ist zu wissen, dass jede Person, die einen Verdacht auf Gefährdung von Kindern oder Jugendlichen in unseren Gemeinden hat, Kontakt mit Frau Kròl unter der Telefonnummer unten aufnehmen kann.

Präventionsfachkraft Pfarrei St. Matthias Schwalmtal:

 

Astrid Kròl (Diplom Sozialarbeiterin)

Tel: 02163- 987 0 66 0

E-Mail: astrid@chilly-amern.de