Der Rat des Pastoralen Raums informiert

Neue KommunionhelferInnen in unserem Pastoralen Raum
Der Rat des Pastoralen Raums hat die Beauftragung von
vier neuen KommunionhelferInnen befürwortet:
Hildegard Oelers, Niederkrüchten; und Hildegard
Beckers, Vogelsrath.
Wir danken allen für Ihre Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen.
Die Idee einer Familienkirche für unseren Pastoralen Raum
Jeder spürt es: In der Kirche des Bistums Aachen und
damit auch in unserem Pastoralen Raum wird es
Veränderungen geben (müssen).
Wir alle wissen, dass sich die Kirchensteuereinnahmen der
Prognose nach in den nächsten 10 Jahren halbieren werden;
die Zahl der Priester als auch die der Hauptamtler wird kleiner, die Zahl der Gottesdienstbesucher geht
zurück und auch die Anzahl der Ehrenamtler scheint derzeit nicht zu
wachsen. An manchen Orten tragen noch volkskirchliche Strukturen, an
anderen Orten eben nicht mehr - und etwas Neues ist manchmal nicht in
Sicht. Wie kann man nun auf diese Situation reagieren?
Am Beispiel der Erstkommunion haben die drei Gemeindereferentinnen,
die für die Erstkommunion verantwortlich sind, eine erste Idee entwickelt:
Von der Erstkommunion zur Familienkirche.
Die Vorbereitung auf die Erstkommunion ist in den Pfarrgemeinden unseres
pastoralen Raumes – von Schwalmtal über Brüggen, Born und Bracht bis
nach Nieder-, Oberkrüchten und Elmpt – jedes Jahr aufs Neue eine
bewegende Zeit. Erst vor Kurzem durften 225 Kinder in 11 feierlichen
Gottesdiensten die heilige Kommunion empfangen. Das lebendige
Miteinander in den Gruppenstunden, bei Aktionen und in den
Familiengottesdiensten zeigt uns immer wieder, wie viel Freude entsteht,
wenn Familien ihren Glauben gemeinsam gestalten.
Doch wie kann es gelingen, dieses spürbare Gemeinschaftsgefühl auch
über den Tag der Erstkommunion hinaus lebendig zu halten und für die
Zukunft zu stärken? Aus dieser Frage heraus erwächst die Idee: Wir
möchten Schritt für Schritt eine lebendige „Familienkirche“ entwickeln.
Was kommt auf uns zu?
Vielleicht Aufgaben, die uns enorm fordern;
Fragen, die sich uns noch nie gestellt haben;
Wünsche, die wir nicht erfüllen können;
Ansichten, die uns verunsichern;
Entscheidungen, die wir nicht verstehen;
Situationen, da wir nicht mehr ein und aus wissen;
Menschen, die uns brauchen.
Vielleicht aber auch
Hilfen, an die wir gar nicht denken;
Ideen, die wir noch nie gehabt haben;
Lösungen, die Neues ermöglichen;
Anforderungen, die uns weiter bringen;
Begegnungen, die vieles verändern;
Reaktionen, die uns überraschen;
Menschen, die uns helfen.
Wir wissen es nicht,
und das ist gut so.
Wichtig ist,
dass wir annehmen, was ist,
geben, was wir haben,
tun, was wir können,
sein, wie wir sind,
leben und Leben ermöglichen.
Gedicht von Max Feigenwinter,
mit freundlicher Abdruckerlaubnis des Autors
Gemeinsam neue Wege gehen
Veränderung bedeutet Entwicklung: Um den Blick über die eigenen
Kirchtürme hinauszuweiten, möchten wir schon ab diesem Jahr
gemeinsame Aktionen und Feste für alle Familien im gesamten Raum
Schwalmtal – Brüggen – Niederkrüchten anbieten. Perspektivisch entsteht
daraus ab 2029 (beginnend in St. Johannes und St. Maria) ein neues
Konzept für eine zukunftsfähige Familienpastoral, dem sich St. Matthias
anschließen wird.
Die Erstkommunionfeiern selbst sollen dabei – wo immer möglich – natürlich
weiterhin direkt vor Ort in unseren Heimatgemeinden gefeiert werden.
Was die „Familienkirche der Zukunft“ ausmacht:
Lebendige Familiengottesdienste: Sie bilden das Herzstück (auch
der Kommunionvorbereitung), in dem Groß und Klein den Glauben
nah, modern und verständlich miteinander feiern.
Flexibilität für Familien: Eltern erhalten Unterstützung und
ergänzend fertige Themenpakete, um ihre Kinder
eigenverantwortlich – ob in kleinen Gruppen oder ganz individuell –
zu begleiten.
Vielfältige Aktionen zum Mitmachen: Ein bunter Fächer aus
Angeboten lädt zum Entdecken ein – von Stern- und
Fahrradwallfahrten mit Picknick über kreative Angebote,
Bibelnachmittage und Kirchenführungen.
Eine Art Kompetenzzentrum entsteht: Ehrenamtliche, die gerne in
ihren Gemeinden Familiengottesdienste feiern möchten, erhalten
hier Hilfe und Unterstützung.
Die Vorbereitung auf die Erstkommunion wäre dann in diesem Konzept in
der Familienkirche integriert und könnte von einer Person geleitet werden.
Natürlich wäre es so, dass der Kirchenraum besonders für Kinder und
Familien ansprechend ist und ihren Bedürfnissen gerecht wird, was
beispielsweise die Bestuhlung und Ausstattung angeht. Und auch hier gilt:
Eine Kirche lebt von den Menschen, die sie mit Leben füllen.
Die „Familienkirche“ ist eine offene Einladung an Sie alle: Egal ob Sie neue
Impulse suchen, sich ein tragfähiges Miteinander für Ihre Kinder wünschen
oder Ideen einbringen möchten – Sie sind herzlich willkommen.
Lassen Sie uns gemeinsam aus der Freude der Erstkommunion etwas
Neues wachsen lassen!
VorSatz:
Ab heute fange ich an,
zu üben,
so zu leben,
wie ich gelebt haben will,
wenn ich gehen muss.
Peter Schott, In: Pfarrbriefservice.de