Pfarrei St. Matthias Schwalmtal

„Und er hatte Mitleid mit ihnen“ - Fastenaktion 2024

Fastenaktion 2024 (c) action medeor
Fastenaktion 2024
Datum:
Mo. 19. Feb. 2024
Von:
Klaus Schroers

Ernährungsprojekt von action medeor in Somalia

Das Medikamentenhilfswerk action medeor aus Tönisvorst verschickt nicht nur lebensrettende Medizin in alle Welt, es unterstützt auch 30 Gesundheitsprojekte in Asien, Afrika und Lateinamerika. Eines dieser Projekte kümmert sich um die Ernährungssicherung in Somalia, wo sich, von der deutschen Öffentlichkeit fast unbeachtet, eine der größten humanitären Krisen der Welt abspielt.

Somalia liegt im Osten Afrikas. Das Staatsgebiet grenzt an den Indischen Ozean im Osten, an Äthiopien im Westen und an Kenia im Süden. In Somalia leben 16,3 Millionen Menschen, die Hälfte von ihnen ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zwei von drei Menschen leben in extremer Armut, sie haben weniger als 2 US-Dollar am Tag.

Somalia ist eines der Länder mit dem schlimmsten Hunger. 1,5 Millionen Kinder sind unterernährt, 330.000 von ihnen gelten laut UNICEF aktuell als stark unterernährt. Starke Unterernährung im Kindesalter führt dazu, dass die körperliche und geistige Entwicklung ins Stocken gerät. Das Immunsystem ist geschwächt. Der Körper hat nichts, womit er gegen Krankheiten ankämpfen kann.

Verursacht wird die Nahrungsmittelknappheit durch mangelnde staatliche Versorgung, bewaffnete Konflikte, Heuschreckenplagen und Wetterextreme, die sich in Dürren und Überschwemmungen zeigen. Seit Herbst 2020 fielen vier Regenzeiten in Folge mit sehr geringem Niederschlag aus. Wasserquellen trockneten aus, die Wasserstände der Flüsse Shabelle und Juba lagen unter historischen Mindestwerten, das Wasser wurde salziger. Zeitweise hatten acht Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dadurch verschlechtern sich die Hygienebedingungen, Krankheiten breiten sich aus.

Ohne Wasser leiden nicht nur die Menschen, auch den Tieren fehlt die Flüssigkeit. Außerdem können sie nicht mehr gefüttert werden, weil auf den Weideplätzen kein Gras wächst. So ist etwa 1/3 des Viehbestands zwischen Herbst 2020 und Frühjahr 2023 gestorben.

Auch Feldfrüchte wachsen ohne Wasser nicht. Die geringen Ernteerträge führen zu steigenden Preisen für Lebensmittel, gleichzeitig fallen Arbeitsplätze während der Erntesaison weg, weshalb die Menschen kein Geld haben, um Lebensmittel zu kaufen.

Im März 2023 kam der große Regen. Auch im April und im Mai regnete es ununterbrochen. Was die Trockenheit nicht zerstört hatte, zerstörten die Überschwemmungen. Experten führen die anhaltenden Zyklen von extremer Dürre und extremen Regenfällen auf die Veränderungen in der Atmosphäre zurück, die mit dem Klimawandel verbunden sind. Das Zynische: Somalia trägt mit gerade mal 0,003 Prozent zu der globalen Treibhaus-Emissionen bei.

action medeor ist gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Wardi schon lange in Somalia aktiv. Im aktuellen Ernährungsprojekt gibt es Schulungen für Kleinbauern und Kleinbäuerinnen zu verbesserten Anbaumethoden, Schädlingsbekämpfung, Farm-Management, organischen Düngemitteln und zur Katastrophenvorsorge. Maschinen werden beschafft, um das Ackerland wieder aufzubereiten, Bewässerungsanlagen werden instandgesetzt. Die Menschen im Projektgebiet werden mit Werkzeug, Saatgut und Dünger ausgestattet.

Wir wollen all das unterstützen und dazu beitragen, die Hungersnot in Somalia zu lindern. Deshalb ruft die Pfarrei St. Matthias Schwalmtal in der Fastenzeit zu Spendensammlungen auf. Machen Sie mit Ihrer Spende den Unterschied: Unterstützen Sie die Arbeit von action medeor im Kampf gegen Hunger und Krankheiten.

Wenn Sie Ihre Spende lieber überweisen wollen, dann ist auch das über das nachfolgende Konto der Pfarrei St. Matthias möglich: Bankverbindung: Sparkasse Krefeld, IBAN: DE19 3205 0000 0000 1670 31

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