Pfarrei St. Matthias Schwalmtal

Fastenaktion 2019

Fastenaktion 2019 (c) Fastenaktion 2019
Fastenaktion 2019

1+1=3
1 - ein Projekt für Ebola-Waisen in Sierra Leone +
1 - ein Projekt für Kinder mit einer Kiefer-Lippen-Gaumen-Spalte
in Tadschikistan +
und unsere Hilfe für ein Leben in Selbstbestimmung und Würde
= macht aus dieser mathematisch falschen Berechnung eine Gleichung, die aufgeht.

Duschanbe, Tadschikistan
Herr Dr. Kamp und sein Ärzte- und Schwes-ternteam sind uns schon bekannt. Wir ha-ben sein Projekt in Tadschikistan schon durch zwei Fastenaktionen unterstützt.
In Duschanbe, der Hauptstadt von Tadschi-kistan, ist zwischenzeitlich an der Universi-tätsklinik ein Behandlungszentrum für Lip-pen-Kiefer-Gaumenspalten entstanden, in dem jährlich bis zu 1500 Operationen mög-lich sind. Inzwischen werden dort auch Menschen mit Augen- und Ohrenproblemen operiert.
Fortbildungen und gemeinsame Operationen renommierter Kieferchi-rurgen aus Deutschland und Österreich gewährleisten das fachliche Ni-veau. Diese Spezialisten vermitteln alle Untersuchungen und OP-Schritte.
Das Ziel ist, die Ärzte vor Ort so einzuweisen, dass sie die Klinik langfris-tig selbst führen können. Der Chefarzt Dr. Abdullo Hasanovic kümmert sich mit seinem Team liebevoll um die meist kleinen Patienten.
Der Bekanntheitsgrad der Klinik steigt mit jeder erfolgreichen Operation.
Die Arbeit von TajikAid ist elementar auf Spenden angewiesen.
Der Staat Tadschikistan unterstützt das Projekt zwar ideell und mit Sach- und Personalleistungen, kann aber kein Geld für dringend benötigtes
Material geben.
Die Operation eines Kindes mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte in Tadschi-kistan kostet rund 220 Euro. Weil arme Familien sich die Operation nicht leisten können, ermöglicht TajikAid es, in diesen Fällen aus Spendenmit-teln den Eingriff zu bezahlen.
Konto: IBAN: DE19 3205 0000 0000 1670 31 SPK Krefeld
Spendenquittungen können zugestellt werden.

Fastenaktion 2019

fastenaktion 1 2019 (c) fastenaktion 1 2019

Freetown, Sierra Leone
Unsere Hilfe wird auch in Westafrika benötigt. In Freetown, der Haupt-stadt von Sierra Leone, unterstützt die örtliche Caritas allein erziehende Frauen und Kinder, deren Familienangehörige während der Ebolaepide-mie gestorben sind.
Wurde eine Ebolaerkrankung gemeldet, verhängten die Behörden eine Ausgangssperre für das gesamte Dorf. Monatelang durften Menschen die Häuser nicht verlassen. Als die Ausgangssperre wieder aufgehoben wur-de, waren die Vorratsspeicher leer und die Felder lagen brach.
Noch heute, vier Jahre danach, haben es die meisten Bewohner nicht ge-schafft, ihre Vorräte wieder aufzufüllen.
Menschen, die selbst die Krankheit überlebt haben und Menschen, die Familienmitglieder und Angehörige verloren haben, konnten sich vielfach bis heute nicht von den Folgen der Epidemie erholen.
Auch wirtschaftlich stehen sie oft bis heute vor dem Nichts, wenn etwa der Haupternährer einer Familie erkrankte oder starb. Besonders Kinder und Jugendliche, die als Ebola-Waisen weitgehend auf sich selber gestellt sind, weil sie Eltern und Verwandte verloren haben, sind auf Unterstüt-zung angewiesen. Dank ihrer engmaschigen Sozialarbeit kennen die Cluny-Schwestern in Kono die Lebensverhältnisse der armen Familien und versuchen trotz angespannter wirt-schaftlicher Lage, möglichst vielen Kindern den Schulbesuch wieder zu ermöglichen.
Mit Unterstützung von Caritas international erhalten 200 Kinder mehrerer Dörfer im Distrikt Kono regelmäßig soziale Begleitung und finanzielle Hilfe für den Besuch der Schule. Und 140 Kindern wird täglich ein warmes Schulessen finanziert, denn mit leerem Magen fällt das Lernen schwer.
Dank der Einfühlsamkeit und Experten-kenntnisse der Schwestern, die in der Ge-meinde sehr angesehen sind, werden hier rund 60 von Ebola schwer betroffene Familien dabei gefördert, wieder ein eigenes Einkommen erwirtschaften zu können, etwa durch einen kleinen Laden oder Kiosk. Insbesondere allein erziehende Frauen erhalten Unter-stützung. Und an mehreren ausgewählten Schulen werden Workshops zur Gesundheitsaufklärung, gesunden Ernährung und Hygiene für Eltern und Kinder durchgeführt.
Auch hierfür gilt das gleiche Konto . Das Ergebnis wird geteilt.
Vielen Dank! Wilhelm Kursawa und Klaus Schroers

Über 40 Jahre Fastenaktion – Lebenslinien in alle Welt

Fastenaktion 2019

Wann wir mit den Fastenaktionen begonnen haben, können wir gar nicht mehr genau sagen. Es muss um die Mitte der siebziger Jahre gewesen sein. Jedenfalls war ich noch nicht Priester, sondern Lehrer am St.-Wolfhelm-Gymnasium, als wir die erste Aktion starteten.
Im Pfarrgemeinderat von St. Michael war darüber gesprochen worden, wie man heute sinnvollerweise fasten könne; denn Fasten sei ja etwas deutlich anderes als Diäten, es ginge ja darum, mit dem Verzicht Gutes zu tun, beson-ders im Kampf gegen Not, Unterentwicklung und Hunger in der Welt.
Damit war der zündende Gedanke benannt: Solidarität und Hilfe für die Notlei-denden in der Welt. Ich erinnere mich noch, dass wir Streichholzschachteln mit dem Symbol von MISEREOR beklebten und die gegen eine Spende an-geboten haben. Das war gut und wir fühlten uns ermutigt, weiter zu machen.
Ein entscheidender Schritt bestand in dem Bemühen um mehr sachgerechte Auswahl der Projekte, wobei persönliche Beziehungen zu uns bekannten Per-sonen in Entwicklungsländer eine wichtige Rolle spielten.
Wir spürten, dass gerade dann gerne gespendet wurde, wenn man wusste, an wen konkret die Hilfe ging.
So kommt bis heute eine stattliche Liste von Hilfen zustande, die wirklich
Lebenslinien in alle Welt repräsentieren: Asien und Ozeanien, Afrika und Lateinamerika, aber auch europäische Länder wie Bosnien.
Wir unterstützten
• Pater Timothy in Papua Neuguinea,
• viele befreundete Priester und Ordensleute in Indien,
• die Patres Evarist Shayo und Clemens Temba in Tansania,
• den Waldnieler Kinderarzt Dr. Atinga in Kenia mit einem Brunnen,
• weiter den Kempener HNO-Arzt Dr. Kamp mit seinem Projekt zur Behand-lung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in Tadschikistan,
• Pater Ivan /Bolivien u. Erzbischof Rodriguez de Maridiaga /Honduras,
• wir halfen bei Flutkatastrophen und Hungersnöten, bei der menschenwür-digen Versorgung alter Menschen in Bosnien,
• wir organisierten Hilfstransporte nach Bosnien für die dortige CARITAS, die von unserem Freund Tomo Knezevic geleitet wurde,
• wir förderten Schul- und Ausbildungsprojekte.
Das ist nur eine kurze, sicher unvollständige Liste von Projekten, die wir mit insgesamt 750.000 bis 1 Million Euro in über 40 Jahren gefördert haben.
In diesem Jahr haben wir das Ergebnis von rund 20.000 Euro geteilt:
Die eine Hälfte wird wiederum Dr. Kamp für sein Tadschikistan-Projekt zur Verfügung gestellt, die andere Hälfte kommt einem Projekt der Caritas Inter-nationalis für Ebola-Waisen in dem Afrikanischen Staat Sierra Leone zu Gute.
Tausend Dank allen Spendern und ein herzliches: Vergelt`s Gott!
Wilhelm Kursawa